Grundlagen

Rechtslage - Bilder veröffentlichen auf der Schulhomepage

Das Recht am eigenen Bild

Wie Sie bereits aus dem Brief "Bildungsmedien" (Geschäftszahl: 2020020-800/1/103-2016 - Land Salzburg: Öffentliche Bibliotheken, Bildungsmedien) vom 14.04.2016 entnehmen konnten, gibt es bei der Veröffentlichung von Bildern auf der Schulhomepage einiges zu beachten.

Hier dürfen wir Sie auf das YouTube Video "Clemens Thiele: Das Recht am eigenen Bild" verweisen. In diesem Video wird erklärt worauf man beim Veröffentlichen von Bildern auf der Homepage achten muss.

In diesem Zusammenhang darf auf eine Entscheidung des OLG Wien hingewiesen werden: Hierin wird festgehalten, dass die Verfügung über dem höchstpersönlichen Lebensbereich zugehörigen Rechte nach § 16 ABGB, § 78 UrhG oder § 1 DSG 2000 ausschließlich der betreffenden Person zukommen, ungeachtet ihres Lebensalters.

Mit anderen Worten: Nur das Schulkind selbst kann bspw. über die Veröffentlichung seines Bildes auf der Schulhomepage entscheiden und dafür seine Einwilligung geben. Eine Zustimmung der Eltern ist weder erforderlich noch kann sie die Einwilligung des Kindes ersetzen.

Ist ein Minderjähriger für eine Zustimmung in seine Bildnisveröffentlichung nicht einsichts- und urteilsfähig, so darf eine (identifizierende) Veröffentlichung ausnahmslos nicht erfolgen. Eine allfällige Zustimmung der Eltern kann die mangelnde Einsichts- und Urteilsfähigkeit des Kindes nicht ersetzen.

(vgl.: Brief "Bildungsmedien" (Geschäftszahl: 2020020-800/1/103-2016) vom 14.04.2016 - Land Salzburg: Öffentliche Bibliotheken, Bildungsmedien)

Auch wenn es nicht unbedingt nötig ist, wird empfohlen, die Einverständniserklärung des Schülers schriftlich einzuholen. Dies vereinfacht in einem möglichen Rechtsstreit die Beweisführung deutlich.

Der Widerruf der Einverständniserklärung ist jederzeit, ohne Angaben von Gründen, möglich.

Hier finden Sie den kommentierten Beschluss des OGH: http://www.eurolawyer.at/pdf/OGH-15-Os-176-15v.pdf

Quiz zum Selbsttesten:http://www.mastertool-online.com/index.php?Show=webplayer&token=lpd8Gxk2AB

Interesse an Formulare in Joomla? Dann lesen Sie den Beitrag: Formulare auf der Schulhomepage - Ihre Ideen

Formatierungen und Styling

Joomla! ist nicht Word

Das World Wide Web ist ein Medium, das nicht an ein bestimmtes Layout gebunden, sondern dynamisch ist. Mit der in den letzten Jahren enorm gewachsenen Anzahl an mobilen Geräten, entstanden neue Anforderungen. Doch auch schon davor gab es unterschiedlichste Geräte, die Webinhalte nutzten. Im Web geht es also primär um Inhalte und Struktur – und erst danach um Layout, Farben und Optik. Verschiedene "Lesegeräte" (unterschiedliche Browser, Handys, Vorlesesoftware für sehbehinderte Personen, etc.) geben den gleichen Inhalt in Bezug auf Optik unterschiedlich wieder.

Dokumente dagegen, die mit einem Textverarbeitungsprogramm verfasst werden, sind meistens für den Druck auf Papier bzw. den Versand per eMail bestimmt. Der Text ist ab dem Zeitpunkt des Speicherns quasi fest mit dem Medium "Papier" verbunden und man geht davon aus, dass das Layout immer ähnlich, wenn nicht immer gleich aussieht.

Aus diesen Aspekten folgt, dass sehr stylische WORD Layouts im Web kaum realisierbar sind.

Trennung mit Überschriften genügt

Eine Text-Struktur zu finden bedeutet vor allem lange Textpassagen in sinnvolle Absätze mit passenden Überschriften zu definieren.

Suchmaschinen (be)werten in erster Linie den Text einer Webseite. Je mehr Text, desto besser. Dadurch ergeben sich Stichworte und Themen in der Suchdatenbank, die über Suchanfragen von Nutzern gefunden werden können.

zB: Suchanfragen wie "Volksschule Kleindorf Elternsprechtag" können nur dann sinnvolle Ergebnisse liefern, wenn auf der Homepage der Volksschule Kleindorf auch tatsächlich diese Begriffe im Text vorkommen. Wenn man ein Bild mit dem Zeitablauf des Elternsprechtags (etwa die Zeittabelle von der Flipchart abfotografiert) auf der Homepage veröffentlicht, sagt dies in diesem Fall keine "tausend" Worte. Suchmaschinen bewerten Bilder anders als Textinformation.

Styling über CSS

Jeglicher Text, alle Absätze und Überschriften, die sie in ihren Beiträgen einbauen sind über ein sogenanntes Template einem individuellen Design unterworfen und werden mit Hilfe des Browsers dementsprechend dargestellt.

Um auf lange Sicht einen homogenen Internetauftritt zu gewährleisten sollte generell ohne Schrift,- Farb und Größenformatierungen gearbeitet werden.